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03.09.2020, 10:41 Uhr
Ausbau der Uni-Medizin gerade jetzt erforderlich
MdL Niewerth-Baumann widerspricht Einschätzung des Landesrechnungshofes
Die Einschätzung des Landesrechnungshofs, die Medizin-Studienplätze in Oldenburg vorerst auf 80 zu begrenzen, kann die Oldenburger Landtagsabgeordnete Dr. Esther Niewerth-Baumann nicht teilen. „Jeder neue Studienplatz, der geschaffen wird, macht das Medizinstudium an der European Medical School günstiger statt teurer“, begründet die CDU-Politikerin ihre Position: „Der Ausbau der Uni-Medizin ist gerade jetzt notwendig.“
Im Einsatz für den Medizin-Standort Oldenburg: Esther Niewerth-Baumann im Gespräch mit der Oldenburger CDU-Landesvorsitzenden Silvia Breher und dem Bundestagsabgeordneten Stephan Albani bei einem Ortstermin in diesem Sommer.
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen bis 2022/23 die Studienplätze an der EMS in zwei Stufen von derzeit 80 auf 200 aufgestockt werden. „Dass das Oldenburger Konzept für eine Erweiterung derzeit nicht tragbar sein soll, wie es der Landesrechnungshof bemängelt, sehe ich so nicht“, sagte Niewerth-Baumann und schließt sich der Einschätzung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der positiven Bewertung des Wissenschaftsrates an.

Wenn wir jetzt zögern und es versäumen, neue Plätze zu schaffen, wird uns der zu erwartende Ärztemangel in naher Zukunft teuer zu stehen kommen", warnte die Abgeordnete. Denn in den kommenden Jahren werden zahlreiche Mediziner in den Ruhestand wechseln. „Spätestens dann droht vor allem auf dem Land ein hausärztliches Versorgungsproblem“, erläuterte Niewerth-Baumann und kommt zu dem Schluss: „Neben Göttingen und Hannover braucht Niedersachsen unbedingt den dritten Standort Oldenburg für die Mediziner-Ausbildung, der in Forschung, Lehre und Versorgung gut aufgestellt ist.“